Temperaturfühler sind wichtiger Bestandteil der Gebäudeautomation. In Kombination mit Regelgeräten können selbst sehr komplexe Klimatisierungsprozesse gesteuert werden. Da Temperaturfühler in verschiedensten Bereichen zum Einsatz kommen, gibt es viele unterschiedliche Varianten:
Einschraubfühler werden beispielsweise direkt in Behälter / Rohrleitungen eingeschraubt und Anlegetemperaturfühler sind fertigungstechnisch mit einer Rundung ausgestattet, die das direkte Platzieren an Rohren mit Hilfe von Spannbändern ermöglicht.
Temperaturfühler beinhalten Sensoren wie z.B. Pt100 oder Pt1000, unterscheiden kann man dabei grundsätzlich in Heiß- bzw. Kaltleiter.
Bei Metallen sind die freien Elektronen bei niedrigen Temperaturen beweglicher als bei höheren Temperaturen da mit zunehmender Temperatur die Atome stärker schwingen und so den Elektronen eine größeren Widerstand entgegensetzen. Somit leiten Metalle bei sehr niedrigeren Temperaturwerten besser als bei höheren. Nach diesem Prinzip arbeitet auch der PTC-Widerstand, jedoch werden hier keine reinen Metalle, sondern Metalloxide mit ähnlichen Eigenschaften verwendet. Die Kennlinie des PTC-Widerstands verläuft in Abhängigkeit zur Temperatur nach oben und ist proportional zur Temperatur.
NTC-Widerstände werden aus Halbleiter-Werkstoffen mit negativem Temperaturbeiwert ( z.B. Magnesium- und Titanoxid) angefertigt. Durch Zufuhr von Energie erhöht sich die Eigenleitfähigkeit von Halbleiterwerkstoffen, somit haben diese einen negativen Temperaturbeiwert und der Widerstandswert wird mit steigender Wärme kleiner. Diesen Effekt macht sich der NTC-Widerstand zu Nutze. Dabei verläuft die Kennlinie des NTC-Widerstands in Abhängigkeit zur Temperatur nach unten und ist proportional zur Temperatur.
Unter Schutzart versteht man die Eignung von elektrischen Betriebsmitteln (z.B. Temperaturfühler) für verschiedene Umgebungsbedingungen (Feuchtigkeit, Staub etc.). Die Zahlen bezeichnen dabei den jeweiligen Schutzgrad im Bezug auf Staub und Wasser. Je nach dem, für welche Einsatzzwecke die Temperaturfühler vorgesehen sind, ist eine entsprechende Schutzart zu wählen.
Nachfolgend sind die wichtigsten Schutzarten aufgelistet.
IP54 bietet Schutz gegen schädliche Staubablagerungen (Staub darf nicht in Mengen eindringen, welche die Funktion beeinträchtigen könnte). Schutz gegen Spritzwasser (Wasser, welches aus verschiedenen Richtungen gegen das Betriebsmittel spritzt, darf keine schädliche Auswirkung haben).
Bei Vorliegen von IP64 sind die Betriebsmittel vollständig gegen den Eintritt von Staub geschützt. Schutz gegen Spritzwasser (Wasser, das aus den verschiedenen Richtung gegen das Betriebsmittel spritzt, darf keine schädliche Wirkung haben).
Bei Schutzart IP65 ist das Betriebsmittel ist vollständig gegen Staubeintritt geschützt. Schutz gegen Strahlwasser (Wasserstrahl, der aus den verschiedenen Richtungen auf das Betriebsmittel auftritt, darf keine schädliche Wirkung haben).
Temperaturfühler mit Schutzart IP68 sind staubdicht und Erlauben kontinuierliches Untertauchen in Wasser.